Professional RFID

Wie ein Sportwagenhersteller seine Fahrzeugdiagnose vereinfacht

Erfahren Sie, wie iDTRONIC ein NFC-basiertes CAN-Bus-Diagnosetool entwickelte, das Fahrzeugdaten kontaktlos per Smartphone verfügbar macht.

Datum:

28.08.2026

Lesezeit:

5 min

Autor:

Benjamin Pfeiffer

Inhaltsverzeichnis

Ein Testfahrzeug voller Kabel, ein Ingenieur mit Diagnosegerät kniend im Fußraum, so sah die Fahrzeugdiagnose bei einem weltweit tätigen deutschen Sportwagenhersteller lange aus. Der Zugriff auf CAN-Bus-Daten der Steuergeräte kostete Zeit und Nerven.

Das Problem war altbekannt: Für den Zugriff auf die CAN-Bus-Daten brauchte es spezielle Lesegeräte, meist angebunden über OBD-II oder eine proprietäre Schnittstelle. Jede Funktionsprüfung, jede Fehleranalyse bedeutete erneutes Verkabeln und Rangieren mit sperriger Diagnosehardware.

Der Hersteller wollte das ändern und wandte sich an einen unserer Integratorkunden, der die passende Software für eine neue Lösung entwickeln sollte. Für die Hardware kamen wir ins Spiel.

Vom Desktop-Reader zum CAN-Bus-Diagnosetool

Wir haben unseren bewährten NEO 2 HF/NFC Desktop Reader als Basis genommen und daraus ein Gerät entwickelt, das genau auf die Anforderungen der Fahrzeugdiagnose zugeschnitten ist. Eine CAN-Bus-Schnittstelle nach CAN 2.0 kommuniziert direkt mit den Steuergeräten. Eine integrierte NFC-Schnittstelle nach ISO 14443 Typ A sorgt für die kontaktlose Verbindung zum Smartphone.

Die eigentliche Knackpunkt lag in der Firmware. Sie musste die vielfältigen, unterschiedlich strukturierten CAN-Bus-Rohdaten interpretieren, komprimieren und in das standardisierte NDEF-Format überführen, damit sie über NFC lesbar werden.

Auch bei der Hardware haben wir nachgeschärft: Ein 5-poliger M8-CAN-Bus-Steckverbinder sorgt für eine robuste Anbindung, das Gehäuse hält Stößen und Temperaturschwankungen im Testbetrieb stand.

So sieht der Einsatz in der Praxis aus: Der Reader wird an den CAN-Bus des Fahrzeugs angeschlossen. Für die eigentliche Auswertung braucht es dann keine zusätzliche Verkabelung mehr, sondern nur noch das Smartphone. Im sogenannten Reader-to-Reader-Modus wird das Smartphone selbst zum aktiven Lesegerät. Es ruft die aufbereiteten Daten kontaktlos ab und zeigt sie in Echtzeit an oder speichert sie.

Fünf Monate hat die Entwicklung gedauert. Ein Beratungsgespräch mit dem Integratorkunden klärte zu Beginn die Anforderungen, ein Umsetzungsvorschlag wurde abgestimmt und angepasst, und Prototypen entstanden, die wir unter realen Bedingungen getestet haben. Erst nachdiesen Tests haben wir die Firmware final angepasst.

Diagnose ohne Umwege

Verkabelt wird der Reader nach wie vor, das lässt sich bei einer direkten CAN-Bus-Verbindung nicht umgehen. Der Unterschied zeigt sich beim Auslesen. Statt eines zusätzlichen Diagnosegeräts reicht jetzt ein NFC-fähiges Smartphone, um die Daten kontaktlos und in Echtzeit abzurufen.

Für die Ingenieure heißt das weniger Aufwand am Fahrzeug und schnellere Ergebnisse bei jeder Testfahrt. Das beschleunigt die Prototypenentwicklung und macht mobile Diagnoseprozesse in der Automobilindustrie ein Stück praxistauglicher.

Sie stehen vor einer ähnlichen Herausforderung? Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.

Unser Kontakt

Wir beraten Sie gerne persönlich bei der Auswahl der passenden Lösung.

Ihr Ansprechpartner:

Persönliche Beratung für Ihr RFID-Projekt

Benjamin Pfeiffer

Geschäftsmann mit graubraunen Haaren in schwarzem Anzug und hellblauem Hemd vor weißem Hintergrund.

Persönliche Beratung für Ihr RFID-Projekt

Andreas Jäger - Sales Director

Porträt eines lächelnden Mannes in Anzugjacke und weißem Hemd vor grauem Hintergrund.

Persönliche Beratung für Ihr IoT-Projekt

Luca Mack - Sales IoT

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir melden uns in Kürze bei Ihnen!
Hoppla! Beim Absenden des Formulars ist ein Fehler aufgetreten.