Professionakl RFID
Wie aus einem bewährten HF/NFC-Reader eine maßgeschneiderteKranauthentifizierung wurde
Individueller RFID-Reader für die Hafenlogistik: CANopen-Integration, sichere Badge-Authentifizierung und robuste Technik für die zuverlässige Kransteuerung.
Date:
31.08.2026
Reading time:
5 min
In Häfen, wo Kräne rund um die Uhr Container verladen, zählt jede Minute, aber auch jede Sicherheitsvorkehrung. Ein Lösungsanbieter für Hafenlogistik mit Sitz in Österreich wollte deshalb sicherstellen, dass sich Mitarbeiter beim Einstieg in den Kran zunächst authentifizieren müssen, bevor sie ihn überhaupt bedienen können.
Die Anforderungen dafür gingen jedoch über ein Standardgerät hinaus. Der Reader sollte CANopen-kompatibel sein, um sich in die bestehende Kranelektronik zu integrieren. Er sollte sich zudem nahtlos ins Gesamtbild einfügen und dabei aussehen wie ein Produkt aus dem eigenen Haus, nicht wie eine sichtbare Fremdkomponente.
Vom Portfolio-Produkt zur individuellen Lösung
Der MPR IA HF/NFC Reader aus unserem bestehenden Portfolio diente als Basis für die Entwicklung. Darauf aufbauend haben wir das Gerät an die Anforderungen des Kunden angepasst.
Das LED-Verhalten des Readers wurde individuell nach Kundenvorgabe programmiert, die Steckverbindung abgewinkelt und mit einer speziellen Pinbelegung versehen. Statt der Standardanbindung kommt ein M12-Rundsteckverbinder zum Einsatz, und der Datenoutput erfolgt als CANopen-Telegramm, genau wie es der Kunde für die Integration in die Kranelektronik benötigte.
Auch bei der Optik wurde nachgeschärft: Das Gerät trägt ein kundenspezifisches Logo, sodass es sich unauffällig in die bestehenden Produkte des Kunden einfügt. Parallel dazu wurden Cybersecurity-relevante Maßnahmen umgesetzt, und das Gehäuse wurde nach ISO 16750 so ausgelegt, dass es Spannungen zwischen 10 und 32 VDC zuverlässig verträgt, wichtig für den robusten Einsatz im Hafenbetrieb.
In der Praxis identifizieren sich die Mitarbeiter über einen Mitarbeiterausweis in Form einer Karte oder eines Badges. Die Kommunikation läuft dabei verschlüsselt auf Mifare-Basis. Verbaut ist der Reader direkt im Kranführerhaus.
Von der ersten Anfrage bis zur Serienreife vergingen rund zehn Monate. Nach einem Erstgespräch und der Beratung folgte die Vorstellung des Lösungsansatzes, danach die eigentliche Entwicklung mit einem Proof of Concept. Die vielen kundenspezifischen Anpassungen, von der Elektrik über die Schnittstelle bis zur Optik, brauchten mehrere Iterationsrunden mit Prototypen, bis am Ende die serienreife Lösung stand.
Der Nutzen für den Kunden
Die Authentifizierung per Badge stellt sicher, dass ausschließlich autorisierte Mitarbeiter einen Kran überhaupt bedienen können. Das reduziert das Risiko von Fehlbedienung und macht die Zugangskontrolle im Hafenbetrieb spürbar strenger.
Gleichzeitig geht der Schichtwechsel jetzt deutlich schneller. Statt einer manuellen Anmeldung reicht das Vorhalten des Badges, ein Detail, das sich bei mehrfachen Fahrerwechseln pro Tag deutlich bemerkbar macht. Und weil der Reader CANopen-kompatibel ist und sich optisch wie technisch nahtlos einfügt, ließ er sich ohne Bruch in die bestehende Systemlandschaft integrieren, ganz so, als wäre er von Anfang an Teil davon gewesen.
Darüber hinaus
Auch nach der Entwicklung bleiben wir an Bord. Wir kümmern uns um die notwendigen Zertifizierungen des Geräts und stehen dem Kunden langfristig als Lieferant für dieses Produkt zur Verfügung.
Sie haben ähnliche Anforderungen an einen individuellen RFID-Reader? Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.
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